... mehr Hygiene

Die beste Erkältung ist die, die man nicht bekommt. Um wirksam vorzubeugen, ist vor allem Hygiene wichtig - neben einer gesunden Lebensweise, ausreichend Schlaf und gesunder Ernährung. Doch welche Hygienemaßnahmen helfen wirklich und welche sind übertrieben oder nutzlos?

Die Antwort ist einfach: Am Wichtigsten ist häufiges und gründliches Händewaschen – und zwar für Erkrankte ebenso wie für Gesunde. Atemwegserkrankungen verbreiten sich durch Tröpfcheninfektionen. Wenn sich eine erkrankte Person etwa an die Nase fasst oder in die Hand hustet, bleiben Erreger an den Fingern haften und können beim nächsten Händeschütteln oder über die nächste Türklinke übertragen werden.

Während der Erkältungssaison ist es also sinnvoll, auf den Handschlag mit den Kolleginnen und Kollegen auch mal zu verzichten. Auch generell Abstand zu erkrankten Personen zu halten, solange dies möglich ist, kann helfen. Der »Sicherheitsabstand« sollte einen bis zwei Meter betragen.

Auch Schutzmasken können wahrscheinlich unter bestimmten Voraussetzungen helfen, sich vor Tröpfcheninfektionen zu schützen. Dazu müssen Erkrankte die Masken tragen. Sinnvoll ist dies aber Experten zufolge vor allem in Kliniken und während sehr großer und schwerer Krankheitswellen, wie etwa der SARS-Epidemie im Jahr 2003. Für Deutschland gilt, dass, wer Hinweise wie häufiges und gründliches Händewaschen, Ruhe und gesunde Ernährung beachtet, auch in der Erkältungssaison keine Schutzmaske braucht.

Richtiges Händewaschen ist das A und O

Wissenschaftler, die die Ergebnisse vieler einzelner Studien zur Erkältungsprävention zusammenfassten, kamen zu dem Schluss, dass besonders Händewaschen eine wirksame Barriere im Verbreitungsweg von Atemwegserkrankungen darstellt. Ganz besonders gilt dies für Kinder und Menschen, die mit ihnen engen Kontakt haben. Gerade in der Familie und in Kindergärten und Schulen sollte deshalb auf häufiges Händewaschen geachtet werden. Ob auch zusätzliches Desinfizieren der Hände oder desinfizierende Zusätze für die Handseife etwas nutzen, ist übrigens nicht bewiesen.