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Können kalte Füße zu einer Erkältung führen? Tatsächlich weisen wissenschaftliche Untersuchungen darauf hin, dass ein ausgekühlter Körper zu einer Atemwegsinfektion führen kann.

Die Studie

Für eine britische Studie mussten Testpersonen ihre nackten Füße in rund zwölf Grad kaltes Wasser stellen und anschließend mehrere Tage aufschreiben, ob sie Erkältungsbeschwerden hatten.

Rund zehn Prozent von ihnen entwickelten einige Tage später Beschwerden wie Halsschmerzen oder Schnupfen. Dieser Anteil lag deutlich höher als bei Kontrollpersonen, die keine kalten Füße bekommen hatten. Es wird vermutet, dass die Erkrankten vorher bereits Kontakt mit Erkältungsviren hatten, die Infektion aber nicht ausgebrochen war.

Somit konnte wissenschaftlich nur bewiesen werden, dass kalte Füße den Ausbruch einer Erkältung begünstigten, nicht aber, dass kalte Füße sie auch verursachten. Wie genau der Zusammenhang zwischen kalten Füßen und dem Auftreten von Atemwegsinfekten funktioniert, ist also weiterhin unklar, dürfte den Erkälteten aber ohnehin egal sein.

Klar ist: Es schadet nicht, die Füße warm zu halten.

Erklärungsansatz und Konsequenz

Werden die Füße kalt, möchte das Gehirn verhindern, dass der Kern des Körpers (Gehirn, Brust- und Bauchorgane) auskühlt. Deshalb wird die Durchblutung in den weiter vom Herzen entfernt liegenden Gewebe gedrosselt - dabei aber nicht nur in den Beinen und Armen, sondern auch im Nasen- und Rachenraum. Das bedeutet, dass die Schleimhaut dort weniger gut durchblutet wird, was wiederum die Immunabwehr schwächt und bestimmte Erkältungsviren leichteres Spiel haben.

Dass Kälte die Abwehrkräfte schwächt, trifft demnach nicht nur auf die Füße, sondern auf den ganzen Körper zu. Am meisten Wärme verliert der Mensch übrigens über den Kopf. Tatsächlich kann eine warme Mütze so auch die Füße warm halten. Generell hilft es also, sich angemessen warm anzuziehen, um sich vor Erkältungen zu schützen – auch an den Füßen.